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Die richtige Musik für den Freunde-Abend

Wer gerne nette Menschen zu sich nach Hause einlädt kennt diese Probleme vielleicht: wer soll überhaupt kommen? Wen darf ich dann aber auf gar keinen Fall einladen? Muss ich dann für die ganze Sippe kochen oder doch besser nur Salzbrezeln auf den Tisch stellen? Und dann kommt die gefürchtetste aller Fragen: welche Musik soll am Abend laufen? Was das Essen betrifft gibt es wenigstens Lösungen, auf die man sich fast immer einigen kann, wogegen selten jemand allergisch ist und was für die meisten geschmacklich und ethisch in Ordnung ist: Pasta mit Tomatensugo, zum Beispiel. Und sowas sollte es auch in der Musik geben! Dann könnte man einfach den ganzen Abend lang Spaghetti-Lieder spielen, und es würde zumindest niemanden stören. Wer jetzt denkt: „aber es gibt doch Lounge“ der irrt sich gewaltig, denn auch darauf reagieren manche Menschen mit Entsetzen, im schlimmsten Fall mit Übelkeit.

Einen großen Fehler begeht auch wer nach der Devise: ‚mein Zuhause, meine Playlist‘ eben alle seine eigenen Lieblingslieder in Endlosschleife laufen lässt, und Wünsche von Gästen praktischerweise immer „echt gar nicht da hat.“ Das Argument erübrigt sich sowieso, wenn die Musik vom Computer kommt und Internet verfügbar ist. In diesem – mittlerweile doch recht wahrscheinlichen – Fall, ist es in Punkto Klang Qualität am Besten, den PC mit einem Audiokabel an gute Boxen anzuschließen. Das macht ein mieses Lied zwar nicht zu einem guten, aber trotzdem klingt alles um einige Stufen besser, egal worum es sich handelt.

Nachdem jetzt gesagt ist, was man besser bleiben lässt, ist trotzdem noch nicht klar, wie man denn nun am klügsten vorgeht, wenn der Trupp anrückt. Prinzipiell ist gegen eine fixe Playlist, oder eben ein oder zwei Pflicht-CDs am Anfang sicher nichts einzuwenden. Es sollte nur, wenn möglich, von allem ein bisschen dabei sein, also eine Mischung aus etwas ruhigeren und schnelleren Nummern. Ganz wichtig ist es, auf seine Gäste Rücksicht zu nehmen und Wünsche eben auch hin und wieder zu erfüllen. Der Satz „Das Lied gibt’s doch gar nicht“ funktioniert übrigens nur sehr, sehr selten. Jetzt wo das klar ist, bleibt nur noch das Problem mit dem Kochen, aber das gehört auf eine andere Seite.